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"Null Toleranz für Barrieren - auf den Straßen, wie in den Köpfen!" - Unter diesem Motto rollten und liefen fünfzehn Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (=LSBT) mit Behinderung mit bei der Kölner CSD 2008. An diesem Tag gab es viele Gespräche, viel Verständnis von allen Seiten. Doch wie können Barrieren auch dauerhaft überwunden werden? Wie wird das Errichten neuer Barrieren vermieden?
Was den Bereich der Barrieren "auf den Straßen" angeht, scheinen Initiativen von LSBT mit Behinderung manchmal offene Türen einzurennen. Noch Ende 2008 wurde auf der Mitgliederversammlung des Schwulen Netzwerks NRW e.V. ein Antrag auf "Förderung von Barrierefreiheit für Lesben und Schwule" ohne viel Aufhebens durchgewunken (siehe unser Bericht vom 06.01.09).
Problematisch war einzig die Frage, wie denn nun genau Barrierefreiheit umzusetzen zu sei: "Wie gestaltet man Flyer barrierefrei?", "Was ist bei Websites zu beachten?" "In welchen Fällen sollen Piktogramme verwendet werden?".
Da die Fragen vielfältig sind und sich nie "mal eben so" beantworten lassen, hat queerhandicap nun seinen eigenen "Plan B" entwickelt. Hierauf können Interessierte künftig verwiesen werden, wenn es mal wieder heißt: "Barrierefrei finden wir gut, aber wie geht denn das eigentlich genau?".
Plan B will ein Bewußtsein wecken für zentrale Facetten des Themas Barrierefreiheit:
Plan B will kein umfassendes Nachschlagewerk werden. Es bietet Interessierten nur einen ersten Einstieg ins Thema. Quellen und externe Links verweisen jedoch zu weitergehenden Informationen im Netz. Beispiele dienen der Veranschaulichung.
Quellen:
queerhandicap.de, 25.01.09
Bildquelle:
queerhandicap.de
Die Koordinationsrunde Erwachsenenbildung Hamburg bietet in ihrem neuen Programm für das Jahr 2009 einen Kurs an mit dem Titel: "Ich bin ein Mann und liebe Männer".
In der Kursausschreibung heißt es: "Für schwule Männer stellen sich oft Fragen, die oft tabu sind und unbeantwortet bleiben: Ich bin schwul. Darf ich das zeigen? Bin ich der einzige, der Männer liebt? Wie finde ich andere schwule Männer? Ich bin schwul und behindert. Na und?"
Veranstaltet wird der Kurs von "Leben mit Behinderung Hamburg", einem der großen Anbieter im Bereich der Hamburger Behindertenhilfe.
Mario Preusche, Mitarbeiter von "Leben mit Behinderung" betont in einem Gespräch mit queerhandicap, daß der Kurs auf Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zugeschnitten ist. Bereits in den vergangenen Jahren habe es hin und wieder ein ähnliches Angebot für diese Zielgruppe gegeben. Das jetzige Angebot wolle daran anschließen.
Eine Konkurrenz zur existierenden Gruppe SBH (Schwul und Behindert Hamburg) sieht Mario Preusche nicht: "SBH versteht sich ja auch ganz stark als Interessenvertretung von schwulen Behinderten. Reto Oeding, dem Leiter von SBH ist zum Beispiel das Herstellen von Öffentlichkeit für seine Gruppe ein wichtiges Anliegen. Derartige Ziele sind uns hingegen fremd. Uns geht es vielmehr um zielgruppenspezifisches Arbeiten im pädagogischen Kontext."
Der Kurs (Kursnummer 96) beginnt am 31.01.09, 15.00 - 17.00 Uhr und findet dann immer am letzten Samstag eines Monats statt. Anmeldung bei Mario Preusche unter: 0151 - 58 17 09 79. Kosten: 2,- Euro pro Termin. Ort: Leben mit Behinderung, Seminarraum, Südring 36, 22303 Hamburg.
Quellen:
Mario Preusche, Telefonat am 20.01.09,
erwachsenenbildung-hamburg.de, 20.01.09
Bildquelle:
erwachsenenbildung-hamburg.de
Die Kampagne ist eine Kooperation der Behindertenbeautragten des Bundes, Karin Evers-Meyer, mit den Verbänden im Deutschen Behindertenrat.
"In 8 Fachkonferenzen werden wir über die Inhalte der Konvention informieren. Darüber hinaus wollen wir in Arbeitsgruppen gemeinsam mit behinderten Menschen und ihren unmittelbaren Interessenvertretungen den möglichen Handlungsbedarf zur Umsetzung des Konvention in Deutschland erarbeiten", so Evers-Meyer.
Es sind Konferenzen in Berlin, München, Chemnitz, Osnabrück, Köln, Frankfurt am Main, Mainz und Kiel vorgesehen.
Menschen mit Behinderung in Deutschland sehnten die Ratifizierung der UN-Konvention schon lange herbei. Sie fordert von Staat und Gesellschaft die freiheitliche und soziale "Inklusion", also Einbeziehung, von Menschen mit Behinderung. Es geht um Selbstbestimmung, Teilhabe und den Abbau von Barrieren.
Immer noch verärgert sind aber manche, weil sich einige der zentralen Kernaussagen im englischen Originaltext - ihrer Meinung nach - nicht so ganz in der offiziellen Übersetzung ins Deutsche wiederfinden. Hier sei eine ausreichende Abstimmung mit den Behindertenverbänden versäumt worden.
Informationen zur Informationskampagne:
[www.alle-inklusive.behindertenbeauftragte.de]
Offizielle deutsche Übersetzung der UN-Konvention:
[www.bmas.de/ ...]
Informationen zur Kritik an der deutschen Übersetzung:
[www.kobinet-nachrichten.org/ ...] (11.01.2008)
[www.kobinet-nachrichten.org/ ...] (29.10.2008)
Quellen:
kobinet-nachrichten.de, 19.12.08,
institut-fuer-menschenrechte.de, 04.12.07
Bildquelle:
kobinet-nachrichten.org, 09.01.09
Ausgangspunkt war ein Antrag zur Förderung von Barrierefreiheit für LSBT mit Behinderung.
Der Antragsteller, die Kölner Gruppe RAR - RICHTIG AM RAND, zu seinem Antrag: "Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (=LSBT) mit Behinderung sind "Doppelter Diskriminierung" ausgesetzt. Barrieren verwehren ihnen den uneingeschränkten Zugang und die selbständige Nutzung von den für sie relevanten Lebens- und Erfahrungsräumen. Bloße Unkenntnis bezüglich möglicher Barrieren kann bereits Grund sein, das Aufsuchen von unbekanntem Terrain und die Teilnahme an Veranstaltungen zu vermeiden."
Die MV verabschiedete dazu nun einen Beschluss.
Er macht die Prüfung auf Barrierefreiheit und die Offenlegung von Barrieren
zum Standard bei jeder Projektplanung durch das Schwule Netzwerk NRW
sowie seinen Kooperationspartnern.
> Beschluss Barrierefreiheit
(
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Weitere Informationen gibt es unter:
[www.schwules-netzwerk.de/ ...].
Quellen:
richtigamrand.de, 05.01.09,
schwules-netzwerk.de, 13.12.08
Bildquelle:
schwules-netzwerk.de
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