Vertreter von queerhandicap e.V. präsentierten Mitgliedern der Gesundheitskonferenz des Landes Nordrhein-Westfalen am 24.02.2011 Einblicke in die Situation von "LSBT mit Behinderung im Gesundheitswesen". Sie vermittelten Ärzten, Apothekern und Kassenvertretern für sie völlig neue Einsichten. Das im Februar vorgelegte Thesenpapier kann hier gelesen und heruntergeladen werden ...
Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* - kurz LSBT - mit Behinderungen sind aufgrund chronischer Erkrankungen oder infolge der Behinderung oft auf regelmäßige ärztliche Behandlung angewiesen. Manche suchen psychotherapeutischen Beistand in der Auseinandersetzung mit Erfahrungen von doppelter Diskriminierung und Gewalt im Alltag. Bekannt ist, daß LSBT häufiger als andere von Depression und Suizidalität betroffen sind.
Professionelles Handeln im Gesundheitswesen kann hier zu einem Anker werden in einem System nur wenig entwickelter Hilfeansätze für diesen Personenkreis. Doch oft sind Ärzte, Kliniken und Psychotherapeuten nicht mal auf grundlegende Bedarfe eingestellt. Zum Teil kommt es erneut zu Herabwürdigungen und barrierebedingtem Ausschluss. Dies mindert die Bereitschaft und das Vermögen von LSBT mit Behinderung zu notwendiger Behandlung und Therapie.
Kultursensibilität für die Lebenswelten "LSBT" und "Behinderung" sowie Barrierefreiheit können helfen, Versorgungsbarrieren in diesem Bereich zu senken.
Stigmatisierung aufgrund sexueller und geschlechtlicher Identität:
Stigmatisierung aufgrund der Behinderung:
Ausschluss durch strukturelle, bauliche und technische Barrieren:
Beispiele für besondere Benachteiligungen von LSBT mit Behinderungen:
Ziele und Maßnahmen:
Benutzte Quellen:
Bildquelle:
ZsL-Kampagnenmotiv 2010,
zsl-koeln.de
Hier gibt´s das Thesenpapier von queerhandicap e.V. zum Ausdrucken und Herunterladen:
ZsL Köln stellte das Thema "Gesundheit" in den Mittelpunkt eines Aktionstags zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen 2010. Oben links auf dieser Seite das damalige Kampagnenmotiv: "Die Kostenfaktoren wehren sich!" Nachfolgend eine Pressemitteilung zum Aktionstag:
Das Ärzteblatt veröffentlichte 2010 ein Artikel von
Gisela Wolf zum Thema Versorgungsbarrieren für
homosexuelle Patienten:
http://www.aerzteblatt.de (Suche: "Versorgungsbarrieren")
ForseA e.V. widmete der Assistenz im Krankenhaus eine
eigene Kampagne: "Ich muß ins Krankenhaus ... und nun?" -
Informationen hierzu unter:
http://www.forsea.de (Suche: "Projekte", "Ich muß ins Krankenhaus ... und nun?")
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